Andreas Rebers – rein geschäftlich: Bilanz

Im März 2023 hatte das Programm „Rein geschäftlich” Premiere. Mittlerweile ist es griffig, schnell und rund. Obwohl Rebers Kabarett nie wirklich aktuell, aber in der Regel seiner Zeit weit⇥voraus ist, sollten wir es immer im Auge behalten. Und bevor die nächste Premiere ansteht, schauen wir uns erst noch einmal die Bilanz an, denn die kann sich sehen lassen.
Nach einer chaotischen Premiere in Wien, politischen Erdbeben, Rücktritten, einer Uraufführung in der Deutschen Oper Berlin und einer großartigen Tour durch Österreich und Germany, hat Rebers seine geschäftlichen Gedanken vollendet, upcycelt und spielerisch auf den Punkt gebracht.

Seine wortgewaltige kabarettistische Präsenz mag manchem wie ein Relikt aus noch immer glorios nachhallenden Zeiten vorkommen, zu denen Hildebrandt, Jonas, Polt und Schramm noch Fernsehen gemacht haben.

Pforzheimer Zeitung 30.10.2023

Und jetzt ist er wieder unterwegs in einer Republik, die nicht mehr weiß wohin mit sich. Dazu gibt es tanzbare Kapitalismuskritik, neue Parteien, nachhaltige Heiterkeit und eine klare Botschaft:

„No pasaran!!!“

Den Rest erledigt die Tagespolitik. Wir freuen uns auf sie!!

Mit rabenschwarzem Humor zeigt er einerseits auf, dass die zunehmende Spaltung der Gesellschaft ein probates, doppelmoralisches Geschäftsmodell ist. Andererseits zeichnet er nach, wie sich dadurch langsam diktatorische Züge einschleichen. Evoziert von Menschen, die stets die Vielfalt predigen, aber mit ihrer realen, kleingeistigen Schulmeisterei genau das Gegenteil bewirken.

Berliner Morgenpost, 12.05.2023

Eigentlich ist Andreas Rebers ein Menschenfreund. Auch wenn er bei Auftritten mit seinen spitzzüngigen oder bewusst derben Formulierungen nahezu an jeder Seite aneckt, schimmert stets ein Grundschema durch: die Notwendigkeit und Fähigkeit zum Kompromiss, die für Rebers entscheidend für ein Weiterkommen der Gesellschaft ist. Und damit auch das gegenseitige Zuhören. Rebers über zweistündiger Auftritt im ausverkauften Stadttheater, zu dem das s‘Maximilianeum geladen hatte, wurde vom Publikum bejubelt.

Merkur-Landsberg, 4.10.2023

Kabarettist entlarvt mit seinem neuen Programm den aktuellen Diskurs Im Vorjahr hat Andreas Rebers (65) den Münchhausen-Preis der Stadt Bodenwerder erhalten. Wer da an einen Sinnverwandten des „Lügenbarons“ denkt, kommt bei Rebers auf seine Kosten, indem der bereits zuvor vielfach ausgezeichnete Kabarettist seine Programme stets mit viel Fantasie gestaltet. Im Lustspielhausist Rebers in diesen November-Tagen „rein geschäftlich“.…eines seiner besten, auch persönlichsten Programme.

Hamburger Abendblatt, 16.11.2023

Hart, ehrlich und intelligent

Jeversches Wochenblatt, 24.11.2023

Rebers. Das ist der Mann am Klavier, der nebenbei amüsant erzählt und dem das Publikum gerne bei seinen Anekdoten und Geschichten folgt. Das ist der Mann mit dem Akkordeon, der nicht nur am E-Piano, sondern auch hier und mit der eigenen Stimme eine enorme Musikalität beweist. Das ist der Mann mit dem semantischen Skalpell, dem linguistischen Vorschlaghammer, den man mitunter erst spürt, wenn er schon eingeschlagen ist. Er ist ebenso charmanter Erzähler, wie witziger Unterhalter und scharfzüngiger Sezierender der Gesellschaft und ihrer moralischen Vorstellungen.

Frank Schildener, Braunschweiger Zeitung, 15.11.2021

Gespenstisch gut.

Hans Haas, General-Anzeiger Bonn, 29.09.2021

Pointiert und provokant spielt der Ausnahme-Kabarettist mit Vorurteilen, Religionen und grassierender politischer Korrektheit. Er zeigt, wie gerade Letztere mit moralisch erhobenem Zeigefinger freies Denken erstickt. … Andreas Rebers schwingt sein messerscharfes, verbaltoxisches Florett meisterhaft

Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost, 26.11.2018

Andreas Rebers will „Misstrauen bewahren und Befehlsverweigerung üben“. Demokratie braucht Widerstand und Gegenrede! Irgendwann muss doch die Idiotie in der Politik zur Verantwortung gezogen werden.

Stefanie Grießbach, Thüringer Allgemeine, 24.05.2019

Volkes Stimme entlarvt Volkes Stimme – das muss man erst mal so hinkriegen. Subtil-komisch, böse ätzend – ein fantastischer Abend!

Erlanger Nachrichten, 1.05.2015

Das ist die große Kunst des Andreas Rebers: den Zuschauer aufs Glatteis zu locken, ihn zum Lachen an den „falschen” Stellen zu verführen. Stets muss man bei ihm auf der Hut sein, einen Satz zu beklatschen, der im nächsten Moment als zwiespältig oder gar als Herrenmenschentum entlarvt wird. Sprachlich ist das so elaboriert, dass es nicht mehr zitierbar ist. … Ein genialer Wahnsinn.

Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung, 23.01.2014

Sein Programm ist eine kompromisslose Kampfansage gegen Radikale und Dogmatiker, mithin nichts für Gutmenschen, Tugendbolde oder etwa den Allseitsverständnisvollen. .. Sein Humor ist hinterlistig. Die Gratwanderung ist daher schmal, Rebers aber beherrscht sie stilsicher.

Gerd Lustig, Die Oberbadische, 12.04.2014

Rebers der Unerschöpfliche … der Kabarettist, der die Journalisten, wie kein zweiter dazu verführt, Superlativ auf Superlativ zu schichten, findet die Lücken in jedem (Denk-)System. Und noch die Lücken in den Lücken, … und da brät er uns dann vollkommen ungepflegt mit seiner Dachlatte eins über und ruft damit bald das irrste Gelächter, bald aber auch ein Schweigen hervor, das in dieser Tiefe selten ist im Theater.

Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung, 16.01.2013

Er findet sie auf allen Seiten, die Schubladen-Denker, die einfach Gestrickten.

Schwarzwälder Bote, 30.03.2011

Lauter Höhepunkte.

Münchner Merkur, 16.02.2006

Ein Akkordeon genannt „meine Strapsmaus“, ein Flügel namens „Steinway“, ein Kabarettist mit Namen Andreas Rebers und 100 Minuten Redezeit. Was gibt das unterm Strich? Eine Erweckung der Giftklasse A, eine Entdeckung mit vier Hauben, ein Ereignis erschütternder Natur. Wie wird sich dieser Mann in Zukunft noch steigern können? Zu Rebers’ neuen deutschen Arbeiterliedern ‘ lässt sich Polka tanzen und marschieren. Zu Ikea, Aldi, Tchibo oder zum Baumarkt, dem Sponsor des Abends.

Neue Zürcher Zeitung / 6.11.2003

weitere Produktionen (Programme):

„Die Kunst der Fuge – oder – wenn der Fliesenleger kommt”

Andreas Rebers und das Baumarkt Quartett
Verena Maria Fitz (Violine), Daniela Huber (Violine und Klavier)
Monika Henschel (Viola), Peter Woebke (Violoncello)
Andreas Rebers(Akkordeon, E Piano und Gesang)
Musik von J.S. Bach, Paul Hindemith, Red Hot Cilly Peppers, Boris Karlov,
und Arbeiterlieder von Andreas Rebers.

„Rumpelkinder – Schmuddelstilzchen”

Ein Franz Josef Degenhardt Abend
mit Andreas Rebers | André Matov und Samuel Halscheidt, Gitarre

„Bergpredigt”

Andreas Rebers und NouWell Cousines

Preise (Auswahl):

  • 2003 Prix Pantheon
  • 2006 Salzburger Stier
  • 2007 Deutscher Kleinkunstpreis (Kabarett)
  • 2008 Deutscher Kabarett-Preis
  • 2013 Bayerischer Kabarettpreis (Musikpreis)
  • 2018 Dieter-Hildebrandt-Preis der Landeshauptstadt München
    Verleihung am 23.04. Literaturhaus München | Laudatio: Gerhard Polt
  • 2021 Schweizer Kabarett-Preis Cornichon
    Verleihung am 28.03.2021 in CH-Olten | Laudatio: Matthias Deutschmann
  • 2022 Münchhausen-Preis der Münchhausenstadt Bodenwerder

Datum

15 Jan. 2027

Uhrzeit

19:30 - 22:00

Kosten

ab 30,70 €

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