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25.10.2017 Walter Plathe, Ich habe nichts ausgelassen

Walter Plathe, Ich habe nichts ausgelassen

2017 Walter Plathe, Ich habe nichts ausgelassen

Einlass: 18.30 Uhr
Beginn: 19.30 Uhr
Bildrechte Verlag Neues Leben

(Verlag Neues Leben)

Wenn Walter Plathe aus seinem Leben erzählt, ist das, als würde er aus einem Drehbuch lesen. Das Genre? Komödie, Krimi, Romanze, Drama, Posse und Actionmovie in einem. Mit seiner trockenen Schlagfertigkeit und dem Temperament eines Urberliners spricht der Schauspieler über ein Leben voller Szenenwechsel und Kontraste. Plathe ist Schelm, Charakter und Herzensbrecher, sympathisch und herzlich, nachdenklich und komisch – nicht nur, wenn er in seine Rollen schlüpft, sondern auch als Mensch.

Auf der Bühne gab er den verführerischen Liliom, den schelmischen Schwejk, den tragischen Professor Unrat. In Filmen spielte er komische und ernste Rollen, im Fernsehen war er siebzehn Jahre lang der bodenständig-sympathische „Landarzt“. So schillernd und vielseitig die Rollen, so geradlinig und direkt der Charakter dahinter. Walter Plathe – eine echte Berliner Pflanze, ein Typ mit Herz und Schnauze, ein Volksschauspieler, der festhält an seinem Credo: „Die Mutter vons Janze ist das Theater!“ Schon sein Großvater betrieb ein privates Volkstheater, doch die Familie warnte den Jungen vor der brotlosen Kunst. So lernte er erst Verkäufer in einer Zoohandlung, verschrieb sich aber schließlich mit Haut und Haar der Schauspielerei, denn: „Ich musste mich entscheiden zwischen meiner Tierliebe und der Lust auf Verstellung und Spiel.“ Mit viel Humor erzählt Plathe seine Lebensgeschichte.

Der Schauspieler Walter Plathe hat Geschichten und Szenen aus seinem Leben aufgeschrieben. Er nennt es „Ein Leben wie im Film“. Und der Filmstreifen, den er da im Kopf von Leserin und Leser ablaufen lässt, ist Komödie, Krimi, Romanze, Drama, Polit-Posse, Historien-Gemälde und Roadmovie in einem. Der Stoff, aus dem eine derart bunte und ungewöhnliche Biographie entstehen kann, ist ein ebensolches Leben voller Szenenwechsel und Kontraste: Plathe kommt in einer herrlich verrückten Familie von sächsischen Kleinkünstlern zur Welt, wächst im Berliner Scheunenviertel auf, wo er von seiner alleinstehenden Mutter mit liebevoller Strenge und trockenem Mutterwitz erzogen wird. Er lernt „Zootierhändler“ und bringt es zum gefeierten Serienstar des DDR-Fernsehens. Im Sommer 89 flüchtet er in die Bundesrepublik, wird für Ostberliner Zeitungen zum käuflichen Verräter und im Westen wieder zum Star einer erfolgreichen Serie. Als „ZDF-Landarzt“ ist er für viele Jahre Liebling des nunmehr gesamtdeutschen Publikums. Was sein bewegtes Privatleben betrifft, so kursieren Gerüchte über alle möglichen Affären.
Im eigenen Leben spielt der Lebenskünstler Plathe serienweise Hauptrollen als Clown und Charakter, als Schelm und Herzensbrecher. Seine Erlebnisse erinnern manchmal an die Abenteuer von Eulenspiegel und Schwejk, dann wieder mehr an Don Quichote und seinen Kampf mit den Windmühlenflügeln. Im „richtigen“ Leben, meint Walter Plathe, hat er nichts ausgelassen. Und wie war das beim Schreiben dieses Buches? Wer weiß? Einfach mal lesen!
(Oder vorlesen lassen – am besten von ihm selbst!)

 

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